Beteiligungsprozesse führen lernen: Weiterbildung für partizipative Bedarfsplanung in Architektur, Raumplanung & mehr

Die RAUM.WERTakademie ist eine einjährige, berufsbegleitende Weiterbildung, die fundierte Kompetenzen vermittelt, um Beteiligungsprozesse in der frühen Planungsphase (Bauphase 0) professionell zu gestalten. Sie ist ein praxisnahes Werkzeug für eine nutzerorientierte Bedarfsplanung – und damit eine wichtige Ergänzung der architektonischen Praxis.

Gelehrt wird die von der Salzburger Architektin und Mediatorin Ursula Spannberger entwickelte RAUM.WERTmethode, die seit 15 Jahren erfolgreich angewendet wird; ergänzt wird das Bildungsangebot durch Beiträge renommierter Dozent*innen aus Fachbereichen wie Organisationsentwicklung, Prozessbegleitung, Kommunikation, Digitalisierung, Persönlichkeitsentwicklung, Inklusion und Raumplanung.

Für wen ist die RAUM.WERTakademie?

Die Weiterbildung richtet sich an Architekt*innen, Stadt- und Raumplaner*innen sowie Landschaftsarchitekt*innen, an Schulbaubeauftragte, Moderator*innen, Mediator*innen, Prozessbegleiter*innen, Menschen aus der Gemeinwesenarbeit und der Erwachsenenbildung, sowie Mitarbeitende von Gemeinden, Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

Sie lädt außerdem explizit auch Menschen mit Beeinträchtigungen  zur Teilnahme ein.

In der RAUM.WERTakademie…

  • bekommen Sie eine praxisorientierte Methode für die nutzerorientierte Bedarfsplanung an die Hand, die Sie direkt in Ihren Arbeitsalltag integrieren können
  • lernen Sie Moderations- und Mediationsmethoden, um mit einer Vielzahl von Stakeholdern kompetent und lösungsorientiert zu kommunizieren
  • schärfen Sie Ihr Verständnis für die sozialen und kulturellen Dimensionen der Planung
  • teilen erfahrene Prozessbegleiter*innen ihre Erfahrungen und Best Practices
  • fördern wir die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Teams, um vielfältige Perspektiven in einen Prozess einzubeziehen und so eine ganzheitliche Lösung zu erarbeiten
  • entwickeln wir ein Netzwerk, das Sie in Ihrer zukünftigen Arbeit mit Beteiligungsprozessen unterstützen wird

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Ablauf: 12 Monate, 6 Module

Der nächste Ausbildungslehrgang beginnt im November 2026, Veranstaltungsort ist Salzburg. Es finden 6 Ausbildungsmodule vor Ort statt, die jeweils 2,5 Tage dauern. Zusätzlich gibt es ein Online-Modul.

Um den Ablauf eines Beteiligungsprozesses mit der RAUM.WERTmethode direkt erleben zu können, entsprechen die Module in ihrem Inhalt und Aufbau dem Ablauf eines RAUM.WERTprozesses. Jedes Themengebiet wird nicht nur theoretisch erläutert, sondern auch direkt in der Praxis angewendet.

  • Kennenlernen der Teilnehmenden
  • Darstellung des Ablaufs der RAUM.WERTakademie
  • Die Wechselwirkung von Raum auf Menschen, Organisationen und deren Interaktion
  • Vorstellung der RAUM.WERTmethode, des Ablaufs eines RAUM.WERTprozesses und der RAUM.WERTe im Überblick
  • Gesprächskompetenzen / Kommunikation
  • Kommunikations’regeln‘ eines RAUM.WERTprozesses
  • Auftragsklärung mit dem Organisationskompass (Genuine Contact)
  • Warum Auftragsklärung? Was muss enthalten sein? Wie kommt es im Anschluss zu einem Auftrag?
  • Das Bilden einer Steuerungsgruppe
  • Protokolle schreiben
  • Etablierung gemischter Intervisionsgruppen anhand von Gruppenbildungsmethoden
  • Organisation eines Großgruppenworkshops
  • Wirkungsvolle Einladungen gestalten
  • Ablauf eines Großgruppenworkshops
  • Die RAUM.WERTe im Detail als Grundlage der Methode
  • Moderationstechniken
  • Persönlichkeitsbildung
  • Partizipation und Psychologie: Warum gibt es Widerstände gegen Partizipation?
  • Partizipation und Psychologie: Erleben von Selbstwirksamkeit
  • Wie gelingt Partizipation?
  • Partizipationsleitfäden und -bedingungen in A, D, Ch, I, EU
  • Warum ist die Zwischenphase wichtig?
  • Mögliche Angebote in der Zwischenphase je nach Anwendungssparte:
    • Bildungsbau: Pädagogisches Konzept, Schüler*innenworkshop
    • Unternehmen: Change management, GWÖ
    • Stadtentwicklung/Raumplanung: Stadt & Dorf
    • Öffentlicher Raum/Freiraum/Brachflächen: ZukunftsRAUM Gemeinschaft
    • Wohnen: Wohngruppen, Partizipation und Gesellschaft, Alternde Gesellschaft
    • Pflegeheim: RWprozess mit Senior*innen
    • Menschen mit Behinderung: RAUM.WERTprozess adaptiert für diese Nutzer*innengruppe
    • Krankenhaus: Vorgehensweise mit anderen Repräsentant*innen ohne Teilnahme von Nutzer*innen
    • Exkursionen
  • Methoden für den Großgruppenworkshop 2
  • Durchführung eines VISIONSworkshops (was ist eine ‚Vision‘ in diesem Sinn…)
  • Berichte Exkursionen aus der Zwischenphase
  • Was tue ich wenn…? Umgang mit speziellen Situationen
  • Partizipation und Gesellschaft: Demokratisches Erleben (Demokratische Faustregel/Fänderl)
  • Partizipation und Gesellschaft: Digitalisierung
  • Förderungen

Online arbeiten:
Effektive und attraktive Sitzungen der Steuerungsgruppe und Großgruppen-Workshops

  • Die Umsetzung der gesamten gesammelten Informationen und der erarbeiteten Wünsche in einen Qualitätenkatalog und ein Raumprogramm
  • Raum-/Zeit-/Tätigkeitsdiagramm
  • Unterschied zwischen Positionen und Bedürfnissen
  • Schulung von Auftraggeber*innen
  • weitere Großgruppenmethoden, andere Prozessformate (Agenda 21, von den Leiter*innen der RAUM.WERTdependencen bisher angewandte Methoden, etc.)
  • Leitfaden ‚Die österreichische Phase 0‘
  • abschließende Klärung der Ausbildungsstufe / Festlegung der unterschiedlichen Rollen/differenzierten Aufgaben und darauf abgestimmten Abschlussbedingungen adäquat zur gewählten Ausbildungsstufe
  • Präsentation der Abschlussarbeit
  • Diplomvergabe
  • Feier

(am Abschlussabend Start MODUL 1 Folgejahrgang)

Sei dabei! Bewerbungsprozess

1.Teil: Lebenslauf und Motivation

Der erste Teil der Bewerbung für die RAUM.WERTakademie erfolgt mit Übersendung eines Lebenslaufes und eines kurzen Motivationsvideos, in dem der/die Bewerber*in sich vorstellt und kurz erklärt,  warum er/sie die RAUM.WERTakademie absolvieren möchte.

Nach Sichtung Ihrer Unterlagen erhalten Sie einen Terminvorschlag für den 2. Teil der Bewerbung.

2.Teil: Persönliches Gespräch

Der zweite Teil der Bewerbung besteht aus einem persönlichen Gespräch mit zwei Vertreter*innen der RAUM.WERTakademie. Das Gespräch kann vor Ort geführt werden oder online stattfinden.

Dabei wird überprüft ob alle Voraussetzungen zur Teilnahme erfüllt sind, und was sich der/die Bewerber*in von der Teilnahme an der RAUM.WERTakademie erhofft.

Abschluss

Der Abschluss der RAUM.WERTakademie ist auf 2 Level möglich: Basis und Plus.

Basiszertifikat

Dieser Abschluss befähigt dazu, gemeinsam mit einem / einer Absolvent*in mit Pluszertifikat Beteiligungsprozesse mit der RAUM.WERTmethode durchzuführen. Außerdem können Absolvent*innen mit Basiszertifikat als „RAUM.WERTbeauftragte“  in Schulen, Unternehmen und anderen Organisationen Verantwortung für die räumliche Gestaltung übernehmen.

Pluszertifikat

Ein Abschluss mit Pluszertifikat erfordert eine architektonische oder gleichwertige Ausbildung. Absolvent*innen mit diesem Abschluss sind in der Lage, Beteiligungsprozesse selbständig durchzuführen, und außerdem die Ergebnisse des Prozesses in einen Qualitätenkatalog mit Raumprogramm zu übersetzen, und damit eine verbindliche Grundlage für die konkrete Planung zu liefern.

Lehrende

Neben der Gründerin der RAUM.WERTmethode, Architektin Ursula Spannberger, vermitteln weitere renommierte Lehrende aus Fachbereichen wie Organisationsentwicklung, Prozessbegleitung, Kommunikation, Digitalisierung, Persönlichkeitsentwicklung, Inklusion, Raumplanung, Landschaftsgestaltung und Vielem mehr ihr Wissen:

Architektin, Mediatorin, Moderatorin. Arbeitet seit über 15 Jahren mit der von ihr entwickelten RAUM.WERTmethode.

Curriculum Vitae (PDF)

Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerin, zertifizierte Gemeinwohl-Ökonomie-Beraterin und -Ausbildnerin. Expertin für ethische Führung; arbeitet als holistische Organisationsentwicklerin und Begleiterin von partizipativen Transformationsprozessen.

www.isabellaklien.at

Experte für Arbeit mit behinderten Menschen, Begründer einer Unternehmensplattform für Menschen mit Handicap

www.eigenesschaffen.ch

Ursula Maier-Rabler

Kommunikationswissenschaftlerin, Ass-Prof. (em.) Universität Salzburg, Fachgebiet Digitalität. Vorsitzende der Initiative Salzburg 2024, Mitglied im Vorstand Salzburger Bildungswerk

www.maier-rabler.at

Claudia Oberholzer

Fachfrau für Praxis- und Organisationsentwicklung, Aussendozentin Fachhochschule Nordwestschweiz, Co-Leitung CAS Funktionale Gesundheit Fachhochschule Nordwestschweiz

www.comparta.ch

Daniel Oberholzer

Psychopathologe und Sonderpädagoge Prof. Dr. / Dozent Fachhochschule Nordwestschweiz / Teilhabe- und Wirkungsforschung

www.comparta.ch

Franz Ryznar

Franz Ryznar
Architekt, Mediator, Freizeitpädagoge, Mitbegründer der Initiative schulUMbau, Co-Entwickler und Anwender der RAUM.WERTmethode, Berater, Referent und Lehrbeauftragter für Raum und Pädagogik

www.aap.or.at

Sonja Schiff

Alternswissenschafterin, Expertin fürs Älterwerden, diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin mit Schwerpunkt Altenpflege

www.sonjaschiff.com

Armin Schmelzle

Organisationsberater, Stadt- und Gemeindeentwickler, Agenda 21 Prozesse, GWÖberater und -auditor

armin-schmelzle.at

Nicole Wentzel

DI Architektin, Lernraumentwicklerin und Prozessbegleiterin, Expertin für die Verknüpfung von Nutzungsgemeinschaft und Gebäudewirtschaft

RAUM.WERTakademie 2024_25: Abschlusspräsentiation

Der Abschlussabend der RAUM.WERTakademie 2024/25: Ein besonderes Jahr fand einen würdigen Abschluss!

Hier finden Sie eine Aufzeichnung der Veranstaltung

Beim öffentlichen Abschlussabend der RAUM.WERTakademie präsentierten die Teilnehmenden ihre vielfältigen Abschlussprojekte – persönlich, kreativ und tiefgehend. Jede Präsentation zeigte auf eigene Weise, wie mit der RAUM.WERTmethode Räume neu gestaltet und gedacht werden können – im Großen wie im Kleinen, in privaten oder öffentlichen Räumen.

Ein Highlight des Abends: Bürgermeister Bernhard Auinger überreichte persönlich die Zertifikate an die Absolvent:innen  – ein schöner Moment der Anerkennung und Wertschätzung für ein intensives Ausbildungsjahr.

Wir blicken dankbar auf diesen Abend voller Inspiration, Austausch und gemeinsamer Freude zurück – und freuen uns schon auf den nächsten Lehrgang der RAUM.WERTakademie!

5.11.2025, ICT&S Center der Universität Salzburg

Das sagen die Teilnehmenden

„Ich beschäftige mich schon lange mit nachhaltigem Bauen, das macht die RAUM.WERTmethode für mich interessant, denn mit dieser auch für Laien leicht zugänglichen, aber dennoch sehr tiefgehenden Methode lassen sich rasch Bedürfnisse herauskristallisieren. Damit ist die RAUM.WERTmethode ein wirkungsvolles Werkzeug für nachhaltiges und bedarfsgerechtes Bauen. In der RAUM.WERTakademie macht man sich schrittweise damit vertraut. Ich bin überzeugt davon, dass die RAUM.WERTmethode in Zukunft einen erheblichen Einfluss auf meine Arbeit haben wird. Ich lege allen, die nach einem guten Werkzeug für nachhaltiges und bedarfsgerechtes Bauen suchen, die RAUM.WERTmethode ans Herz.“

Peter Doberass, Geschäftsführer BBS Bau- und Betriebsservice GmbH, Mannheim

Mich fasziniert die Methode, weil sie räumliche Denkprozesse in einer bunt zusammengewürfelten Gruppe ermöglicht. Mit klaren Regeln werden diese Denkprozesse heruntergebrochen, die Analyse von Diagnose und Vision getrennt und als Ergebnis kommen oft erstaunliche Dinge heraus. Ebenso fasziniert mich, dass die RAUM.WERTmethode in jedem Maßstab anwendbar ist, sowohl was die Prozess-Gruppe betrifft als auch das jeweilige Projekt, von einer kleinen Teeküche bis zu einem großen städtebaulichen Projekt.

Die RAUM.WERTakademie selbst ist allerdings viel mehr als das Erlernen einer Methodik, sie bedeutet für mich auch eine großes Stück Persönlichkeitsbildung, ein neues Miteinander, unterschiedliche Arten der Reflexion und der Kommunikation, vom sich-selbst-erforschen bis zum aus-sich-herausgehen und anders-auf-andere-zugehen.“

Arch. DI Angela Müller, SABAG, Salzburg

„Ich empfehle die RaumWert Akademie aus vollem Herzen weiter, weil sie auf sehr unaufgeregte Weise tiefes Wissen vermittelt. Statt flüchtigem Input entsteht nachhaltiges Verstehen. Besonders abgeholt hat mich der inklusive Ansatz. Für mich steckt in der Offenheit gegenüber dem Unplanbaren, Wilden, die im inklusiven Arbeiten mitschwingt, ein tiefer gesellschaftlicher Wert – vielleicht sogar der Weg zu einem milderen, empathischeren Miteinander.

Die Methoden der Akademie sind durchdacht und direkt übertragbar in die Praxis. Die gemeinsame Arbeit in der Gruppe ist für mich eine echte persönliche Bereicherung. Das Team tritt dabei hochprofessionell auf – und bleibt gleichzeitig durch und durch nahbar.“

Karolin Knote, Innenarchitektin, München

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