Konferenz – Auslastung: Nicht genügend!

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Konferenz – Auslastung: Nicht genügend!

Das Büro nonconform architektur vor ort veranstaltet 2015 zum vierten Mal die österreichische Leerstandskonferenz, die sich den ungenutzten, räumlichen Potenzialen (teil)leerstehender Schulen widmen wird.

15. – 16. Jänner 2015
Leoben, Steiermark

MEIN VORTRAG

DIE ‚VOLLE‘ SCHULE ALS HALBER LEERSTAND?
Dienstag vormittag, 10h, in einer beliebigen Woche während des Schuljahrs, in einer beliebigen Schule in Österreich. Wir nehmen an, sie ist in so genanntem Vollbetrieb. Was wir damit auch unausgesprochen annehmen, ist, dass die zur Verfügung stehenden Räume ‚voll‘, dh in Benutzung sind. Ist das so?
Mitnichten! Bis zu 50% des Raums (Gänge und Pausenflächen, sowie Sonderunterrichtsräume) sind während der Unterrichtszeiten ungenützt, während der Pausenzeiten stehen die anderen 50% leer. Vom Nachmittag, den Wochenenden und Ferienzeiten sprechen wir da noch gar nicht. Auch nicht davon, dass an vielen städtischen Schulstandorten für den Nachmittagsaufenthalt der Kinder eigene Gebäude – Horte errichtet werden. Diese sind nur an Nachmittagen in Benützung, allerdings auch nur an Schultagen.

Die für Bildungsbauten zuständigen Personen im Gemeinden und Ländern sind in der  Erarbeitung von Raumgrößen derzeit noch auf veraltete Standards und Richtlinien angewiesen. Durch die Veränderungen und die Rücknahme von verordneten Raumprogrammen stellt sich für sie die Frage nach den notwendigen und sinnvollen Flächen und deren räumlichen Qualitäten in einer gänzlich veränderten Form.
Schon 2010 schlug ich der Salzburger Landesregierung vor, statt der strengen m2-Vorgaben der Salzburger Schulbaurichtlinie aus 1984, für zukünftige Schulbauten eine m2-Empfehlung/Kind einzuführen, um der Sorge entgegen zu treten, dass die NutzerInnen, ließe man ihnen freie Hand, überbordende räumliche Wünsche äußern würden. Meine Annahme, die sich inzwischen durch m2-Vergleiche bestätigt hat, war, dass herkömmliche Schulen nicht weniger, sondern eher mehr an Raum brauchen als solche, die mit offeneren Lernmethoden arbeiten.

Das Thema dieses Vortrags ist, dies anhand von Bildbeispielen von alten und neuen Schulgrundrissen anschaulich zu machen. Daraus folgend der Versuch einer Empfehlungsgröße m2-Bedarf / Kind für die einzelnen Schultypen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.leerstandskonferenz.at/

Programm zum download